Geschäftsführer Jörg Stehr berichtet im Interview mit dem Lions Hilfswerk, was ihn antreibt, Lions-Quest zu fördern. expertum hat auch in diesem Jahr wieder zu „Spenden statt Geschenken“ aufgerufen.

LQ: Guten Tag Herr Stehr. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns von Ihrem Engagement für Lions-Quest zu berichten.
JS: Gerne. Bei unserem Engagement für Lions-Quest sind wir Überzeugungstäter.

LQ: Und Sie engagieren sich nun schon zum wiederholten Male. Im letzten Jahr haben Sie rund 30 Lehrkräften in ganz Deutschland die Seminarteilnahme ermöglicht. Was motiviert Sie als Personaldienstleister, sich für Lions-Quest stark zu machen und warum genau Lions-Quest und nicht ein anderes Programm?
JS: Für uns ist Lions-Quest ein Programm, das re-integrierend und gleichzeitig vorbeugend wirkt. Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen werden ausgeglichen und ihre Persönlichkeit gestärkt. Auf lange Sicht tragen die Impulse und Werte, die ihnen Lions-Quest vermittelt, dazu bei, dass sie mit beiden Beinen im Leben stehen. Das soll sich natürlich auch schulisch bemerkbar machen. Bei ausgeglichenen Kindern und Jugendlichen verbessern sich die schulischen Leistungen und so können mehr Schüler den Abschluss erreichen, der ihren kognitiven Fähigkeiten entspricht. Und das ist die ganz grundlegende Voraussetzung für den Einstieg in das Berufsleben. Auch im Unternehmen sind reife Persönlichkeiten gefragt. Bewerber, die bereit sind sich in die Unternehmenskultur einzufügen und diese zu bereichern, sind hoch geschätzt und garantieren letztlich eine positive Arbeitserfahrung für die jungen Arbeitnehmer und die Unternehmen.

LQ: Warum haben Sie sich in diesem Jahr für die Unterstützung von „Erwachsen handeln“ entschieden?
JS: Expertum kümmert sich um qualifizierte Bewerber und Mitarbeiter. Oft suchen diese Menschen nach der Berufsausbildung den für sie richtigen Job im Arbeitsmarkt. Wir wissen also sehr genau um die Anforderungen, denen sich die jungen Leute stellen müssen. Die Reife der Persönlichkeit des Bewerbers spielt dabei eine entscheidende Rolle.  „Erwachsen handeln“ nimmt sich der älteren Jugendlichen an, bei denen Defizite oft deutlich erkennbar sind. Zu oft werden sie als „hoffnungslose Fälle“ abgeschrieben. Gerade diejenigen, die ihre schulische Biografie nicht ohne Brüche schaffen, dürfen wir nicht zurücklassen. Das wäre ein großer Verlust für die Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt.

LQ: Welche gesellschaftliche Verantwortung meinen Sie?

JS: Als Gesellschaft können wir es nicht verantworten, schwierige junge Menschen sich selbst zu überlassen. Hilfe zum richtigen Zeitpunkt schafft bessere Erwerbsbibliografien, gesellschaftliche Teilhabe und Vorsorge für Alter und Krankheit. Abgesehen davon wäre es auch ein fahrlässiger Umgang mit wirtschaftlichem Potenzial. Lions-Quest lenkt den Fokus ganz gezielt auf mögliche Schwachstellen und arbeitet dagegen an – sehr erfolgreich übrigens. Für uns als Unternehmen ist es selbstverständlich, dass auch wir uns an diesem gesellschaftlichen Prozess beteiligen.

LQ: Wie organisieren Sie die Spende? Haben Sie Tipps für andere Förderer?
JS: Wir haben unsere Niederlassungen dazu aufgerufen Teile Ihres Weihnachtsbudgets nach dem Motto „Spenden statt  Geschenke“ zu spenden. Die Spendensumme haben wir dann zentral verwaltet und größere Summen auf die Regionen verteilt, von denen wir wissen, dass Seminare stattfinden werden und das Geld dort dringend gebraucht wird. Um die Übergabe der Spenden kümmern sich die Niederlassungsleiter vor Ort und können so gleichzeitig an einem Seminar teilnehmen um hautnah zu erleben wofür unsere Spenden verwendet und gebraucht werden – auch in Zukunft.

Das Original-Interview finden Sie hier:

 http://www.lions-hilfswerk.de/aktuell_detail/artikel/interview-mit//datum/2014/08/13.html

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