Handlungsfelder für mehr Fachkräfte in Deutschland

Schon seit Jahren ist der Fachkräftemangel ein viel diskutiertes Thema in Deutschland. Viele Unternehmen, gerade aus den stark betroffenen Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik, spüren ihn ununterbrochen. Doch konnte bereits gegengesteuert werden? Momentan sieht es nicht danach aus: Unternehmen schreiben täglich Vakanzen aus und in Deutschland waren im März 2017 fast 200.000 Menschen weniger arbeitslos als zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Das starke Wirtschaftswachstum und die starke Nachfrage nach Bewerbern führen dazu, dass Unternehmen immer größere Probleme dabei haben, Stellen zu besetzen, was auf lange Sicht zu einer Wachstumsbremse für Deutschland werden könnte.

Demografischer Wandel verstärkt den Fachkräftemangel

Der demografische Wandel wird den Mangel an Arbeitskräften aller Wahrscheinlichkeit nach noch weiter zuspitzen. Die Bevölkerung in Deutschland wird im Durchschnitt immer älter. Die Folge: Immer weniger Menschen sind erwerbstätig. Ältere gehen in den Ruhestand, während kaum junge, frisch ausgebildete Fachkräfte „nachrücken“. Durch dieses Ungleichgewicht wird bis zum Jahr 2030 ein Rückgang der Erwerbstätigen von 1,4 Millionen erwartet. Die Zuwanderung kann den demografischen Wandel zwar abschwächen, doch langfristig gesehen nicht ausgleichen, so die Prognose des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Der Mangel an Fachkräften hält weiter an

Fakt ist: Der Fachkräftemangel hält weiter an. Welche Gegenmaßnahmen können ergriffen werden? Die Bundesagentur für Arbeit hat sich bereits 2011 Gedanken darüber gemacht und einen Plan ausgearbeitet, der unserer Meinung nach nicht an Aktualität verloren hat. Darin wurden zehn Handlungsfelder genannt, um gegen den Fachkräftemangel anzugehen. Sie reichen von Optimierungen im Bildungssystem über die Zuwanderung bis hin zur Erhöhung der Lebensarbeitszeit. Laut dem Plan der Bundesagentur für Arbeit könne allein die Senkung der Schul- bzw. Ausbildungsabbrecherquoten um 50 % ein zusätzliches Fachkräfteangebot von insgesamt 600.000 Personen bedeuten. Auch die Durchführung gezielter Weiterbildungen sorge demnach dafür, dass der Anteil der Geringqualifizierten zurückgeht. Eine Reduzierung von nur 20 % würde der Berechnung nach 700.000 zusätzliche qualifizierte Fachkräfte mit sich bringen. Weitere Potenziale sieht die Bundesagentur für Arbeit in der Steigerung der Arbeitsmarkttransparenz, damit Angebot und Nachfrage noch präzisier aufeinandertreffen. Somit sollen potenzialadäquate Beschäftigungen verstärkt und Vakanzzeiten verkürzt werden.

Als Personalvermittler unterstützen wir betroffene Unternehmen

Die prognostizierten Ergebnisse klingen sehr vielversprechend. Doch der übersichtliche Plan der Bundesagentur für Arbeit klingt scheinbar um einiges simpler, als er wirklich ist. Denn die Lage hat sich bis heute, 2017, noch nicht spürbar entspannt. Es bleibt abzuwarten, welche Methoden nun gewählt werden, um die aufgelisteten Potenziale in Zukunft zu nutzen.

Als Personaldienstleister und Personalvermittler sieht sich expertum täglich mit der Thematik Fachkräftemangel konfrontiert. Daher haben wir längst unsere eigenen Strategien entwickelt, damit umzugehen. Die Bewerbersuche über vielfältige Kanäle, attraktive Beschäftigungsverhältnisse mit leistungsgerechter Bezahlung sowie Weiterbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen für unsere externen Mitarbeiter zeichnen uns unter anderem als Personaldienstleister aus. So heben wir uns von der Masse ab und sorgen dafür, dass unsere Jobangebote und Dienstleistungen für Fachkräfte weiterhin attraktiv bleiben.

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